Sind dann mal weg

Fiji

Unser Flug von Neuseeland nach Fiji wurde um einen halben Tag nach hinten verschoben, was uns einen Tag im Flughafenhotel bescherte. War aber gar nicht so schlecht, vor lauter reisen war das planen der nächsten Destinationen ein wenig untergegangen. So haben wir den Bula-Pass, das Islandhopping-Schiffsticket in Fiji, gerade mal einen Tag vorher gebucht. Auch hatten wir noch keinen Plan welche Inseln wir überhaupt besuchen wollten. Ein Mietauto in Samoa war aber das einzige Ergebnis unseres Planungsnachmittages …

Als wir Tags darauf an Bord des Yasawa Flyers gingen hatten wir noch immer keine Unterkunft. Der Yasawa Flyer ist ein Katamaran, der die Yasawainseln abklappert und auf dem Weg bei rund 20 Resorts anhält und Passagiere auf-/ablädt. Das ganze ist allgemein eher auf junge Reisende ausgerichtet, inzwischen gibt es aber auch einige Resorts im “gehobenen Preissegment”. Wie dem auch sei, an Bord des Katamaran gibts auch ein Booking Office, wo man die Unterkünfte buchen kann. Wir haben geplant, die Inseln von unten nach oben abzuklappern, da das erste Resort welches wir geplant hatten, jedoch bereits ausgebucht war, drehten wir den Spiess um und fingen oben an. Somit wurden wir nach fünf Stunden Schifffahrt herzlich im Blue Lagoon Resort auf Nacula Island empfangen.

Zwar sprengte die Unterkunft unser Budget, aber schliesslich haben wir ja Ferien… Das Resort bietet Unterkünfte vom Dorm bis zu Luxusvillen und so entsteht ein interessanter Mix an Feriengästen. Wir hatten zwei Nächte in einer Lodge gebucht, da das Blue Lagoon jedoch alles hatte was man sich so wünscht, verlängerten auf vier Nächte. Für die letzte Nacht war keine Lodge mehr frei, worauf wir ein Zimmerupgrade erhielten. Einen Schritt die neue Garden Villa (mit genialem Outdoorbadezimmer) und für uns stand fest, hier bleiben wir noch länger, koste was es wolle. So blieben wir schlussendlich eine Woche lang dort hängen. Ein durchschnittlicher Tag sah dann in etwa so aus: aufstehen, Frühstück, Liegestuhl, Mittagessen, Liegestuhl, Aktivität (Standup-Paddel, Strandspaziergang, Buchzeichen flechten, ein Bier trinken oder fischen), Kava trinken, Abendessen, Abendprogramm, schlafen… Bei den Abendprogrammen haben wir regelmässig abgeräumt: 3. Platz beim Crabracing, Patricia liess die gesamte Konkurrenz im Limbo-Contest alt aussehen (=1 Champagnerflasche), beim anschliessenden Ballonpaartanz gabs dann gleich die zweite Flasche, und beim 2. Crabracing (ja, das Abendprogramm beginnt sich dann irgendwann zu wiederholen…) holte unser Superkrebs doch glatt den 1. Platz. Auch sonst war uns das Glück treu, beim Fischen biss bei Manuel tatsächlich einer an. Der Preis diesmal hiess frischer Fisch zum Mittagessen. Da die Bedienung darauf bestand, dass er trotzdem noch was von der normalen Karte bestellt (Vollpension halt), musste der arme Tropf zwei Portionen essen. Er wäre beinahe geplatzt… Allgemein war das Essen unglaublich gut, ich glaube wir haben etwas zugenommen… Manuel hatte sich nämlich unter anderem mit dem Küchenchef angefreundet und somit gab es eines Abends nur für uns zwei, ein Schoggimousse zum Dessert!

Zweiter und letzter Stopp auf unserem Inselhopping, das so seinen Namen irgendwie nicht verdient hat (wir haben Leute getroffen, die waren jeden Tag irgendwo anders) war die Naqalia Lodge. Ein klassischer Familienbetrieb, mindestens soviele ‚Angestellte‘ wie Gäste, und alle miteinander verwandt… Dies war weniger Hotel als das Blue Lagoon, dafür etwas mehr Fiji. Das merkte man bereits bei der Ankunft: das Boot, welches uns vom Yasawa Flyer abholte, lag auf der 10-Minütigen Fahrt 3 mal ab, und ca. 50 Meter vor dem Strand ging das Benzin dann endgültig aus :). Die zwei Tage, haben wir mit Volleyball spielen und fischen verbracht. Auch das war wiederum von Erfolg gekrönt, Manuel’s Team gewann das Turnier. Patricia konnte leider nicht mitmachen, da ihre Hand, aus welchen Gründen auch immer, ganz blau und violett war vom Spiel am Vortag. Das Fischen verlief etwas stürmisch. Kaum waren wir mit unserer Nussschale von Boot auf dem offen Meer, zogen dunkle Wolken auf und es begann heftig zu winden. Wir liessen uns jedoch nicht davon abhalten, unsere Silchfäden mit Hacken am Ende ins Wasser zu schmeissen. Als die Wellen immer grösser wurden, bekamen die Fische Freude daran und vergnügten sich etwa 10 Meter von unserem Boot entfernt an der Wasseroberfläche. Gegen die 30 Fische sprangen immer und immer wieder aus dem Wasser und tauchten in die Wellen. Wir kamen uns nur ein klein wenig verarscht vor…. Am Ende erwischte jedoch jeder von uns einen Fisch und als die Wellen grösser als unsere Nussschale wurden, entschieden wir uns wieder auf die Insel zurück zu kehren.

Und zack, waren unsere 10 Tage Fiji schon wieder vorbei. Und wir sind am 11. April, genau einen Monat vor unserer Heimkehr (sniff), in Samoa gelandet.


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Ein Kommentar zu “Fiji

  1. Priska + Martin

    Ich denke Manuel hat gar keinen Angel an der Rute gehabt, darum haben die Fische Euch ausgelacht und Freudensprünge gemacht!!