Nachdem wir uns endlich vom Diamond Lake lösen können/müssen, sind wir nach kurzer Fahrt am eigentlichen Ziel unseres Abstechers ins Landesinnere: dem Crater Lake. Ein riesiger Kratersee, der aber bei unserem Besuch gerade ziemlich eingeräuchert ist von den Waldbränden in der Gegend, und deshalb wohl etwas weniger eindrücklich ist als bei guter Sicht.


Und so geht es auf einmal schnell und wir sind in Kalifornien. Kaum haben wir die Grenze zwischen Oregon und Kalifornien überquert beginnt es zu regnen… Das ist erwähnenswert weil ich 1. irgendwie im Kopf hatte, dass es in Kalifornien nie regnet und 2. es der einzige Regentag seit langem und für lange Zeit auf unserer Reise ist (ich kann das inzwischen so sagen, weil schon wieder mehr als ein Monat seither vergangen ist).
Der erste Stop ist der Redwood State und Nationalpark, mit seinen eindrücklichen Redwood-Bäumen. Ein Vorgeschmack auf den Sequoia Nationalpark weiter südlich.











Unsere Fahrt geht weiter auf dem Highway 101 Richtung Süden, bevor wir den Abzweiger auf den Highway No. 1 nehmen. Gefühlte 1000 Kurven später sind wir wieder an der Küste und stehen einige Tage direkt auf den Klippen bei Westport.





Weiter Richtung Süden stoppen wir am Glass Beach in Fort Bragg, der seinen Namen von den abgeschliffenen Glasscherben hat, die hier einen „Strand“ formen. Ziemlich cool. Weniger Cool ist der Ursprung des Glass Beach. Es handelt sich nämlich um eine ehemalige Mülldeponie.





Je weiter südlich wir auf dem Highway No. 1 fahren desto mehr kommen wir in den zweifelhaften Genuss des Küstennebels. Ein idealer Vorwand wieder etwas ins Landesinnere zu fahren. Wie praktisch, dass da genau das Napa Valley ist :). Weinberge ohne Ende laden zum gepflegten Wein-Degustieren ein.




Wie in den meisten grösseren Städten ist es auch in San Francisco ziemlich schwierig, einen Camping in Stadtnähe zu finden. Wir stehen deshalb fast eine Stunde ausserhalb im Anthony Chabot Regional Park, und beschliessen deshalb einfach einen Tag in der Stadt zu verbringen. Diesen Füllen wir aber gut aus: Erst eine kurze Stadtrundfahrt mit dem Camper, Golden Gate Bridge (ohne Nebel!), CableCar fahren, zu Fuss durch Chinatown ans Wasser runter, Peruanisches Mittagessen, dem Wasser entlang schlendern bis zum Pier 39, Spielplatz, Nachtessen mit Sicht auf die Golden Gate Bridge, mit dem Uber zurück zum Camper, eine Stunde „nach Hause“ fahren, Chüssi lose.












Nach einem Tag Erholung ist auf dem Weg Richtung Yosemite erst mal shoppen im Outlet angesagt. Wie soll ich sagen, wir haben fortan zwei Papiertaschen voller Kleider, die wir jetzt jeden Abend vom Bett unter den Tisch stellen und am Morgen wieder zurück. Zu kleiner Camper gekauft. Anfängerfehler.
Eigentlich haben wir gedacht, dass jetzt – wo der August vorbei ist und damit auch die Schulferien – alles in Sachen Campingplatz etwas einfacher wird. Dies gilt natürlich nicht für den Yosemite NP. Wir sind einmal mehr auf Stornierungen angewiesen und finden so zumindest noch eine Übernachtungsmöglichkeit für zwei der vier Nächte… Die anderen Nächte müssen wir jeweils aus dem Nationalpark fahren, da wildcampen im Nationalpark nicht erlaubt ist. Das Yosemite Valley mit seinen Granitfelsen auf beiden Talseiten ist das eigentliche Touristenmagnet, am schönsten sicher im Frühling, wenn die Wasserfälle in Betrieb sind. Unser Highlight ist aber die Wanderung in den Tuolumne Meadows und die anschliessende Rückfahrt auf der Tioga Road in den Sonnenuntergang. Und dies, obwohl wir auf der Rundwanderung in der Hälfte umkehren müssen weil der Wanderweg ab da gesperrt ist… Aber auch der Glacier Point, von wo aus man eine wunderbare Aussicht auf den Halfdome und das Yosemite Valley geniessen kann, gefällt uns super.







Vom Yosemite Nationalpark gehts direkt weiter in den Sequoia und Kings Canyon Nationalpark. Als erstes nehmen wir den wunderschönen Weg in den Kings Canyon unter die Räder. Der Weg ist das Ziel. Wir bleiben zwei Nächte und erkunden die Umgebung wandernd (resp. spazierend), bevor wir weiter in den Sequoia Nationalpark fahren, bekannt für die gleichnamigen Bäume, die ältesten Exemplare sind über 3000 Jahre alt. Mit dem „General Sherman“ gibt es hier zudem der offiziell grösste (Volumen, nicht Höhe) Baum der Welt zu bestaunen. Ein bisschen eingeschränkt sind wir hier wegen der Grösse unseres Wohnmobils, es gibt einige Strassen, auf welchen nur Fahrzeuge bis 22 Fuss zugelassen sind. Mitunter gilt dies auch für die Strasse Richtung Süden, wo wir eigentlich hinwollen, was uns zu einem kleinen Umweg zwingt – vielleicht doch einen zu grossen Camper gekauft 🙂














Da Ende Oktober die Temperaturen im Death Valley sich ein wenig normalisieren, passt das perfekt auf unsere Reiseroute und ist unser nächstes Ziel. Dazwischen machen wir einen Halt am Lake Isabella und besuchen den Red Rock Canyon State Park. Diesen hatten wir nicht unbedingt auf dem Radar, jedoch lassen wir uns ab und an mal von ChatGPT inspirieren, was Reiseziele entlang unserer Route betrifft.
Der Zwischenstopp lohnt sich alleine wegen der Lage des Campingplatzes (und auch hauptsächlich deswegen), aber schaut selbst:






Vom Red Rock Canyon nehmen wir die Fahrt in Richtung Death Valley in Angriff. Mit dem Wetter haben wir wirklich Glück, die Temperaturen sind im angenehmen Bereich (28-32 Grad)














Nach dem Death Valley brauchen wir erst mal wieder ein paar Tage Erholung. Die kriegen wir in Pahrump auf einem super Campingplatz. Hier feiern wir Ninos 3. Geburtstag – wie schnell die Zeit vergeht…


Erholt fahren wir in Richtung Las Vegas. Vorerst aber daran vorbei, ins Valley of Fire. Denn wir haben noch ein paar Tage Zeit, bevor wir Besuch aus der Heimat empfangen: Marcel und Raphi kommen uns für eine resp. zwei Wochen besuchen. Wir freuen uns wie kleine Kinder!















Entdecke mehr von Sind dann mal weg
Subscribe to get the latest posts sent to your email.
Wow – eindrückliche Bilder und immer wieder spannender Bericht! Ich kann die Gegenden richtig spüren, obwohl wir auch nicht überall waren.
Halle Mitenand
Einfach eindrücklich euere Reise, bei diesen Erlebnissen. Das Heimweh scheint euch nicht zu plagen!!?? Wir wünschen euch weiterhin solche Eindrücke und vor allem eine unfallfrei Fahrt. Ist jetzt der Camper zu gross oder zu klein??
Liebe Grüsse aus Aadorf
Priska + Martin
Hoi zämä. Wir haben das Heimweh grösstenteils im Griff ;). Aber wir würden lügen, wenn wir sagen würden dass wir das gar nicht kennen…
Der Camper ist mal zu gross und mal zu klein, somit perfekt :). LG
Meega Föteli und churzwilig gschribe!! Ta Taaaa
Hallo „Bleiker-Clan“
Schön wieder vo eü z’ghörä.
Immer spannend mit zbecho wo d’Reis durä ghot.
Spannend für mich im speziellä isch – das ich bim minerä Amerikareis seint od.sander Ort au bsuacht han.
Wünschä wieterhin guati Reis und bliebäd gsund.
Bis bald…
Lg.Bruno (Götti)